Digital Revolution hat Kodak Tri-X im Kleinbild Format mit digitalen Film Emulationen verglichen. Ich finde das Video interessant, weil es eine Diskussion aufmacht zur Ästhetik von Fotografie und den letzten Entwicklungen in der digitalen Fotografie, welche vor allem eines bedeutet: Ultra High Resolution. Für mich ist sein Ergebnis wenig überraschend. Ich digitalisiere Mittelformatfilm und Kleinbildfilm seit Jahren mit 24MPX und drucke auch bis A3+. Das Megapixel Race war vor 10 Jahren durch. Kein Wunder also, dass die modernsten Kameras, jetzt mit ihren digitalen Crop Fähigkeiten beworben werden. Wer den digitalen Filmlook möchte, schaut sich also besser auf dem Gebrauchtmarkt um oder behält einfach sein altes Modell und kauft keine Neue.
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Nachhaltigkeit: Digital oder Film
DistPhoto hat sich dem Thema Nachhaltigkeit in der Fotografie beschäftigt und dabei analoge mit digitaler Fotografie verglichen. Die Gegenüberstellung ist natürlich interessant und aufschlussreich, aber auch etwas irreführend, weil analoge Fotografie heute längst in ein digitales Umfeld eingebettet ist und man das eine nicht mehr ohne das andere betrachten kann, sie sind schon lange miteinander vernetzt.
Neue Technologien kommen selten ohne Rebound Effekt und die digitale Fotografie hat auch noch die Eigenschaft diese Entwicklung unsichtbar zu machen. Das Smartphone hat die Fotografie ohne Zweifel demokratisiert. Im digitalen Zeitalter gibt es theoretisch keinen Menschen mehr, der kein Fotograf ist. Fast jeder Mensch hat eine Kamera in der Hosentasche, mit welcher Bilder produziert, verarbeitet, gespeichert und in digitalen Netzwerken geteilt werden können. Und was machen die analogen Filmfotografen? Sie digitalisieren analogen Film, um ihn in den digitalen Netzwerken zu speichern und zu teilen. Ich denke wir können den heutigen ökologischen Fußabdruck von Fotografie nur als ganzes verstehen.
Sächsische Schweiz 10/24

Vertical Panorama, 6×12. So ein tolles Format.
Erntezeit

Frühsommer

Nachti ’23

Ich habe doch tatsächlich 1 1/2 Jahre gebraucht, um diesen Film zu entwickeln. Ein zweiter fehlt sogar noch. Zeit wird’s, dieses Jahr steht das Jubiläum 25 Jahre Nachtdigital an. Da kann man schon etwas sentimental werden. Mein erstes Nachtdigital war 2007, die 10.Ausgabe mit Carl Craig.
Newgrain
Mit Newgrain gibt es einen neuen Versuch eine Instagram Alternative für uns Analoge zu schaffen. Im Gegensatz zum (gescheiterten?) Grainery Projekt hat es Newgrain geschafft eine funktionierende iOS App auf die Beine zu stellen. Ansonsten gibt es viele Ähnlichkeiten. Die Digitalfotografie bleibt wieder außen vor. Uploads erfolgen unter Angabe des genutzten Films und der Kamera, zusätzlich kann auch das Labor angegeben werden oder zb. der genutzte Scanner. Die Newgrain App ist insgesamt noch ziemlich schlank und es fehlen wichtige Features, aber daran wird gearbeitet. Der Entwickler verspricht regelmäßige Updates zu geben. Ich habe mich mal angemeldet und werde das Projekt beobachten.
Kodak Fotofilmproduktion
Wie macht Kodak eigentlich seinen Film? Dieser Frage ist Destin vom Youtube Kanal Smarter Every Day nachgegangen. Herausgekommen ist eine sehr umfangreiche dreiteilige Dokuserie über die Produktionsabläufe für 35mm Farbfilm in Rochester. Teil 1 beschäftigt sich mit der Produktion des Filmträgers. In Teil 2 wird erklärt, wie die Emulsion auf den Filmträger kommt. Den Abschluss bildet dann die Konfektionierung und Abpackung des Filmes. Mit insgesamt fast 3h ist das am Ende ein ziemlicher Deep Dive in die Materie. Wem das noch nicht reicht, für den gibt es noch ein Video zur Qualitätskontrolle und ein Video über Kodaks Filmchemie auf Destins zweitem Youtube Kanal. Selbst neue Kodakmitarbeiter schauen sich seine Videos zur Einführung in das Unternehmen an, wie man in den Kommentaren zum Video lesen kann. In der Hochphase der Filmfotografie wäre eine Tour durch die Produktion kaum möglich gewesen. Nichteinmal die Mitarbeiter hatten Zugang zu allen Produktionsbereichen. Die Kenntnisse um die Produktion mussten vor Mitbewerbern geschützt werden. In der Serie wird deutlich, was für hoch technologischer, kostenintensiver Prozess die Produktion von Farbfilm ist und welche Resourcen in den Prozessen stecken. Man bekommt aber auch in Erinnerung gerufen, dass Fotografischer Film definitiv kein besonders nachhaltiges Produkt ist, was nicht gerade positiv sein dürfte für die zukünftige Entwicklung der Produktionskosten. Aktuell läuft es aber gut im Business, die Preise für die Konsumenten sind gesalzen und Kodak kann die Nachfrage dennoch kaum bedienen. Fotografie mit Farbfilm muss man sich erstmal leisten können. Inwieweit das noch längerfristig so bleibt, wird aktuell immer wieder heiß diskutiert in der analogen Fotoszene.
Teil 1
Teil 2 > LINK Fotoemulsion
Teil 3 > LINK Konfektionierung
Bonusvideo 1 > LINK Qualitycontrol bei Kodak
Bonusvideo 2 > LINK Kodak Filmchemie
Ergänzung: wie steht es um Kodak?
Kurze Zusammenfassung:
Die Zukunft von Kodaks Filmsparte bleibt leider ungewiss. Der Konzern ist breit aufgestellt und die Fotofilmproduktion ist nur ein kleiner Teil davon. Zur Zeit laufen alle Geschäftsbereiche stabil. Die erzielten Gewinnüberschüsse aus dem Jahr 2022 sind anteilmäßig relativ klein. Kopfschmerzen bereiten zwei laufende Gerichtsverfahren und die zusammengeschmolzenen Bar Rücklagen / bzw. der Cashflow. Für die Filmsparte könnte genau das zum Verhängnis werden, falls die Produktionskosten steigen und der Absatz einbricht. Der Konzern kann sich aktuell keine defizitären Geschäftsbereiche leisten.
Bergbaufolgelandschaft 07/23

Musikfestivals an ehemaligen Tagebaurestlöchern können die touristischte Entwicklung nach einer erfolgreichen Rekultivierung ordentlich anstoßen und sind damit gerngesehen in den Regionen des Braunkohlestrukturwandels. Ähnlich wie es in Großstädten zu beobachten ist, entstehen auch an diesen Orten Nutzungskonflikte, welche im späteren Verlauf die Kreativszene wieder verdrängen. Dabei haben es die Festivals nach der Pandemie und inmitten der großen Inflation momentan besonders schwer. Die Ticketpreise haben sich mittlerweile fast verdoppelt und beim künstlerischen Aufgebot wird überall deutlich reduziert damit das Konzept und die Gewinnrechnung noch funktionieren. Dass hierbei Ärger bei langjährigen Festivalgängern entsteht, ist vorprogrammiert.
Bergbaufolgelandschaft 06/23
