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Diving Into Some Fog

Beim Fotografieren heute morgen kurz nach dem Sonnenaufgang ist mir mal wieder folgende Frage in den Sinn gekommen. Wo findet man eigentlich noch den ambitionierten Fotografen, welcher sich aus der Masse der digitalen Bilderflut der heutigen Zeit abhebt? Selbst der Laie mit dem Smartphone oder die Masse an Wochenendtourismus Fotografen kann in der heutigen Zeit mit etwas Glück den richtigen Zeitpunkt für ein gutes Foto erwischen. Einige sind dann noch etwas geschickter im Umgang mit Social Media und erarbeiten sich schnell ein paar Tausend Follower. Dabei ist die Qualität der Bilder oft nebensächlich. Oft einige gute Ergebnisse, aber insgesamt oft austauschbar, so wie ein besseres Touristenfoto. Das „Nachfotografieren“ ist ein großer Trend, welche durch die vielen verfügbaren Informationen begünstigt wird. Scheinbar ist alles austauschbar geworden. Die eigenen Favoriten gehen unter den anderen tausenden Favoriten verloren. Das ist ein Effekt, den man so auch in allen anderen kreativen Bereichen finden kann. Viele Talente gehen im modernen Kommunikationszeitalter einfach unter. Wo kann man also den echten Nerd finden, welcher viellicht auch noch gut fotografiert und sich aus der Masse abhebt. Ich denke einige dieser seltenen Kreaturen kennengelernt zu haben. Von Zeit zu Zeit sehe ich diese immer wieder und zwar immer wieder an den selben Orten, wartend auf den perfekten Moment. Diese Menschen haben kein Glück, sondern Sie  erzwingen es. Im Internet findet man nur einige dieser Exoten, denn selten sind die Menschen in beiden Dingen gut. Ich weiß von einigen, dass Sie einfach gar keine Lust haben auf Social Media. Die wollen einfach nur fotografieren und das ist vielleicht auch gut so.

Ich war bereits 10x an diesem Ort. Zum dritten Mal war ich kurz nach Sonnenaufgang dort, um etwas Nebel einzufangen. Dieses Mal hat es geklappt. Ob dieses Bild jetzt das letzte war, bleibt noch offen.