Archiv der Kategorie: MusikProduktion

DJ HAUS – against the clock

DJ Haus zeigt uns, wie man mit einem Modularsystem innerhalb von 10 Minuten einen durchaus brauchbaren Dance Track produziert. Die restlichen 99% aus der ‚Modularszene‘ würden an so einer Aufgabe vermutlich scheitern 😉

Soma Lyra 8

Der Lyra 8 ist vielleicht einer der innovativsten Synthesizer der vergangenen Jahre. Der Youtuber Datachrome hat es mit seiner Lyra 8 Performance geschafft, dass der Synth jetzt ganz oben auf meiner Wishlist steht.

Behringer Roland Klone

So langsam wird es ernst. Anfang März werden die ersten Roland Klone von Behringer zu haben sein. Die Bezeichnung Klon passt nicht ganz, weil Behringer den Geräten einige zusätzliche Funktionen spendiert hat. Die jetzt vorgestellten Geräte scheinen eine sehr gute Qualität zu haben und der Sound liegt nah bei den Originalen. Ich schätze bei Roland wird man so langsam über die eigene Strategie nachdenken. Die Resonanz im Netz ist gewaltig. Behringer wird sich eine goldene Nase verdienen, allein mit der 808. Wenn man sich den RD 808 anschaut, sieht man, dass Behringer das Feedback und die Kritik an der Roland TR-8 Serie aufgesaugt hat. Der Behringer 808 Klon ist, was Roland nicht geliefert hat: analog, Einzelinstrumentenausgänge, pitchbare Kick … Am Ende steht dann noch der Preishammer von 299$. Keine Ahnung wie Behringer das hinbekommt. Roland hätte für eine analoge Neuauflage wahrscheinlich den 3-fachen Preis aufgerufen.

edit: Eine echte eigene Synth-Neuvorstellung gab es dann auch noch: Behringer Crave. Die Synth Community flippt weiter aus. Ich bin etwas zwiegespalten, weil der Crave nur mit einem Oscillator kommt, aber der Preis ist wiedermal überzeugend… 149€, wtf again. Wie bekommen die das hin? Fertigung in China und die geringe ‚Markengebühren‘ sind die wichtigsten Faktoren. Der Moog Mother-32 Synth, gefertigt in den USA, kostet bspw. 4-mal so viel. Für das Geld gibt es 4 mal den Crave … oder zwei Crave’s und einen Neutron. Und das wäre nicht mal Quatsch, dass so zu machen, weil sich die Geräte durch die semimodulare Bauart perfekt kombinieren lassen. Meiner Meinung nach sind die Behringer Geräte viel zu günstig. Leider setzt bei diesen Preisen der Verstand schnell aus und das G.A.S. lässt wieder grüßen. Das ist nicht gut.

4 Producers 1 Sample

Andrew Huang ist einer der erfolgreichsten Musik Tech Youtuber, wenn nicht sogar der erfolgreichste. 1.5 Millionen Follower hat er mittlerweile gesammelt. Seine Beiträge sind vor allem nicht nur informativ, wie bei den kleineren Tech Youtubern, sondern er bringt auch das Unterhaltungspaket mit. Seine neue Serie 4 Producers 1 Sample finde ich noch besser, als das Against The Clock Format vom Fact Magazine. Meine Ableton Live Skills sind eher rudimentär und beschränken sich auf die grundlegendsten Funktionen. Das da noch einiges geht, sehe ich in der Arbeitsweise von anderen Fricklern. Dass die Endergebnisse nicht immer den eigenen Musikgeschmack treffen, ist natürlich klar. Aber darum geht es auch nicht. Die Serie ist perfekt, um den eigenen kreativen Horizont zu erweitern.

Gear Lust, G.A.S. & NAMM

In den letzten zwei Jahren habe ich, bis auf eine neue Soundkarte, so gut wie nichts für das Home Studio gekauft. Ich hatte leider auch nicht so viel Zeit, um Musik zu produzieren. Aus diesem Grund habe ich mir auch gedacht, dass ich nichts neues kaufen brauche, solange ich nichts mit dem vorhandenen Equipment kreiere. Der Anreiz neue Geräte zu kaufen ist trotzdem ständig da und nimmt mit der Zeit zu. Auch in diesem Jahr wird es wieder viele Neuerscheinungen auf der NAMM geben. Dabei leben wir in einer Zeit, in der es eigentlich schon alles gibt… Der bobeats hat pünktlich vor dem NAMM Start ein Video gemacht, in welchem er erklärt, wie man sich Anreize schafft die Gear Lust in Produktions Lust zu verwandeln. Bei seinem Ansatz geht es vor allem darum, bereits gekaufte Geräte vollständig auszureizen. Passend dazu hatte er auch erst letztens ein 2-Year Review vom Korg Minilogue gemacht. Mein Ansatz ist momentan mein Studio möglichst klein zu halten und dabei ein Minimum an kreativer Flexibilität zu erhalten. Man braucht keine 3 Monosynths, 5 Drummaschine’s und mehrere Midi Controller. Aus diesem Grund mussten letztens auch drei meiner Volcas gehen. Ich habe eingesehen, dass diese nahezu überflüssig waren. Neben dem G.A.S. sehe ich genau dieses Sammeln von Gear auch als Problem an. Man sollte nur behalten, was man wirklich benutzt. Wenn man heute auf die 80er und 90er zurückblickt, muss man auch eingestehen, dass es eigentlich nicht mehr normal ist, wie wir mit den Ressourcen arbeiten. Gerade im elektronischen Bereich sind so viele geniale Tracks mit einem Minimum an Gear entstanden. Ich denke da zb an Berichte über das erste Album von Depeche Mode oder die frühen Detroiter Techno Produktionen, wie bspw. von Robert Hood, welcher nichts anderes benutzt hat als eine 909. Von dieser Art zu produzieren sind wir heute weit entfernt. Man muss sich nur mal die zahlreichen #jamuarys ansehen. G.A.S. ist überall. Oftmals gefallen mir die Jams, in welchen nur 2-3 Geräte benutzt werden, besser. Es gibt einfach keinen Automatismus, dass ein Mehr an Gear oder neue Gerätschaften zu guten Ergebnissen führen.

Korg Minilogue XD

Die NAMM startet erst am 24.Januar, aber Korg hat seine neuen Synths schon vor dem eigentlichen Messe Start präsentiert. Zum einen wird es zwei neue Volcas (Drum und Modular) geben und dann noch den Minilogue XD. Vom ‚XD‘ bin ich nach den ersten Youtube Demos sehr begeistert. Den ‚alten‘ Minilogue fand ich auch schon interessant, aber ich war noch nicht gänzlich überzeugt. Die klangliche Weiterentwicklung beim XD ist bemerkenswert. Der neue Minilogue klingt etwas direkter und die clicky Envelopes des Vorgängers sind Geschichte. Die gesamte Filtersektion wurde überarbeitet. Es gibt jetzt die Möglichkeit über einen Drive Kippschalter dem Filter mehr Charakter zu geben. Über einen dritten digitalen Oscillator kann man den Sound noch zusätzlich mit Noise anreichern und verdichten. Das i-Tüpfelchen ist die Multieffekt Sektion vor dem Ausgang. Mit den ganzen Features (Step Sequencer, Apreggiator, Multi Effekt Sektion) schafft KORG ein sehr gutes Preis- /Leistungsverhältnis. Vergleichbare Synths (Analog Four/ Mopho x4) kosten schnell das doppelte oder noch mehr. Das nenne ich mal ein echtes Update. Well Done, Korg! Ganz witzig sind auch die Kommentare unter dem Reverb Minilogue Video. Wenn ich mir vor kurzem einen Minilogue MK1 gekauft hätte würde ich mir jetzt auch in den A… beißen xD

Ich bin nicht der einzige der gehyped ist. Man muss nur mal die Kommentare hier lesen…

Moog Subharmonicon

Beim Moogfest im letzten Jahr konnte man wieder einen Synth selbst bauen und das war der Subharmonicon. In den Jahren davor konnte man den Mother-32 Synth und den DFAM Synth selbst zusammen schrauben und löten. Nicht wenige hoffen nun, dass der Subharmonicon genau wie seine Vorgänger auch künftig von Moog selbst in Serie produziert wird. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, denn der Ablauf war bisher immer der gleiche. In wenigen Tagen findet mal wieder die NAMM statt und dann wissen wir wahrscheinlich mehr. Der Subharmonicon ist für mich der bisher interessanteste Synth aus der semimodularen Moog Reihe und das liegt daran, dass dieses Gerät wahrscheinlich die ultimative Dub-Chord Maschine ist…

Against The Clock mit Varg

Das mit dem Zeitlimit kann man eigentlich nicht wirklich ernst nehmen, weil Künstler doch sehr verschieden in ein neues Projekt starten. Bei manchen entsteht dabei auch wirklich eine art Track am Ende, aber wie hier bei Varg ist es am Ende doch nur eine Art Live Jam. Sehr interessant ist, wie er Sounds aus Video Clips von seinem Smartphone einbindet.

#Jamuary mit bobeats

Meine Jams im Homestudio 2018 kann ich an einer Hand abzählen. Im neuen Jahr brauche ich schon zwei Hände zum Zählen. Das liegt in meinem Fall aber nicht am sogenannten ‚Jamuary‘. Bisher war mir das auch gar kein Begriff, bis ich das Video von ‚BoBeats‘ gesehen habe. Bei FB fällt es eigentlich auch gar nicht auf, ob jetzt #jamuary ist oder nicht. Die Hobbysynthler teilen ihre privaten Live Sessions das ganze Jahr über. Das ist auf alle Fälle ein großer Trend der letzten Jahre, wie auch ganz allgemein der Trend zum (Live) Streaming in anderen Bereichen. Im elektronischen Bereich gibt es leider nur wenige Videos, welche ich mir davon komplett ansehe. ‚Live Schrauben‘, einen guten Sound zu produzieren und auch eine Art Progression aufzuzeigen ist auch gar nicht so einfach. Der Sound, welchen BoBeat aus seinem Modularsystem herauskitzelt, gefällt mir aber sehr gut und motiviert mich wieder mehr mit den eigenen Synths zu jammen.