Archiv der Kategorie: MusikProduktion

Roland Boutique

Nach der 909,808,303 wird bei Roland noch weiteren alten Kult-Synths wieder neues Leben eingehaucht. Das ist wie schon beim TB-8 und co. eine vollends digital Neuumsetzung. Bis jetzt bin ich noch nicht richtig überzeugt, weil das Gesamtpackage aus Preis/Leistung nicht stimmen zu scheint. Über 400€ für eines der kleinen Geräte, welche dem Sound der originale höchstwahrscheinlich nicht sehr nahe kommen, ist auf den ersten Blick übertrieben. Da ist man mit einer VST Nachbildung oder den analogen Korg Volcas vielleicht besser unterwegs. Wenn die Geräte zu haben sind, werde ich definitiv mal einen Test beim Synthdealer um die Ecke machen.

MOOG Mother 32

Puh, erst einmal durchatmen… Da hat Moog aber einen rausgehauen! Ich habe zunächst mit einer Rackversion des SUB37 gerechnet, auch weil der Slim Phatty in Rente gegangen ist. Moog geht zurück zu den Wurzeln der eigenen Firmengeschichte und die sind bekanntermaßen modular. Es darf also endlich wieder fleißig gepatcht werden. Soundmäßig richtig interessant wird es erst, wenn man mehrere Mother -32 Geräte miteinander spielen lässt oder die Mutter in den bereits bestehenden Modular-Park integriert. Das Killerfeature schlechthin ist natürlich der integrierte Sequenzer. Beim Blick auf den Preis dürfte dann die Kinnlade fallen, denn 699€ für einen semi-modularen Synth mit integrierten Sequenzer sind mehr als fair.

NI Maschine 2 & Ableton Live

Ich habe letztens etwas gemeckert wegen der NI Maschine und der Verwendung dieser mit Ableton Live. Trotzdem möchte ich hier nochmal darauf hinweisen, dass mittlerweile doch sehr viel möglich ist mit der Softwareversion Maschine 2.0. Teilweise zwar etwas umständlich, aber auch eine Automation lässt sich jetzt mit Ableton + Maschine hinbekommen. Bei dem Funktionsumfang von Maschine 2.0 stellt sich aber so langsam wirklich die Frage, welches System man nutzt. Die meisten Dinge lassen sich jetzt in beiden Softwareumgebungen erledigen. Das liegt vor allem daran das die Maschine jetzt einen Mixer & und ein verbessertes Sequencing hat. Insgesamt ist das jetzt schon ein sehr erwachsenes, all in one Digital Home Studio.

Ableton 9.2 Beta

Ableton Live 9.2 kommt mit einigen Neuerungen in Verwendung mit PUSH. Alle 64 Pads lassen sich jetzt als Drum Pads benutzen. Die Aftertouch Funktion für die meisten Kits wurde verbessert und Touchstrip lässt sich jetzt als Pitch Bend/Mod Wheel benutzen. Wer die neuen Funktionen jetzt schon mal testen möchte, kann sich jetzt die Public Beta laden.

In eigener Sache zum Ableton Push Controller:

Seit ungefähr einem Jahr habe ich jetzt Ableton + Push im Einsatz. Vorher habe ich vor allem mit der NI Machine gearbeitet, die Ihre Grenzen in der Anbindung an Live hatte. Ich wollte zu keiner Zeit ausschließlich mit der Maschine arbeiten, sondern ein Gerät welches sich gut die DAW integrieren lässt. Das war von Beginn an einer meiner der große Kritikpunkte an der NI Maschine. Bleibt man gänzlich in der Maschine Umgebung lässt es sich wunderbar arbeiten. Möchte man dann aber doch ausbrechen, gibt es beim Übergang zu Ableton einen Bruch im Workflow. Mit dem Maschine 2.0 Update hat sich die Situation zwar deutlich verbessert, aber ein paar Grundlegende Probleme sind geblieben. Man arbeitet grundsätzlich weiter in zwei verschiedenen Welten und das wird auch so bleiben. Sehr wahrscheinlich ist dieser schlechte Übergang auch etwas gewollt. Native Instruments möchte, dass der Maschine Kunde in der eigenen Software Umgebung arbeitet und sein Geld in weitere Zusatzsoftware (Komplete) investiert. Wer noch zusätzlich mit Ableton arbeitet, gibt sein Geld wohlmöglich noch an der falschen Stelle aus, könnte der strategische Gedanke sein. Das Ableton System ist immer noch etwas offener, auch aufgrund des größeren Charakters einer echten DAW.
Mir erleichtert Ableton PUSH durch die bessere Integration in Ableton Live das kreative Arbeiten. Besonders wenn es dann in das Arrangement geht, zahlt sich die vorherige Arbeit mit dem Push Controller aus. Die Maschine fristet seit einem Jahr nur noch ein Schattendasein in meiner Studioumgebung und das wird sich so schnell auch nicht mehr ändern.

Korg MS-20 Kit

Sonicstate hat ein schönes Review zum MS-20 Module Kit gemacht. Diese Version wäre auch mein Favorit, wenn das Studio kompakt bleiben soll. Der SQ-1 ist ein nettes zusätzliches Gimmick, aber perfekt wäre es für mich mit dem neuen Arturia Beatstep Pro.

MFB Dominion One

Leider ein bisschen untergegangen bei der diesjährigen NAMM ist der Dominion One vom Berliner Hersteller MFB. So ist das eben, wenn der Name nicht so groß ist und das Marketing Budget gegen 0 geht. Den Synth Nerd von heute hält das natürlich nicht auf. Vom Sound spricht er mich nicht ganz so an, wie der MOOG Sub 37. Es ist trotzdem eine sehr schönes Gerät, welches sich mit sehr vielen Funktionen aus der Masse der Monosynths abhebt.