Archiv der Kategorie: MusikSzene

Das Internet ist nicht mein Feind?

>>WIE MUSIK, KÜNSTLER, LABELS UND DAS NETZ FREUNDSCHAFT SCHLIESSEN

Der Musikmarkt ist im Umbruch. Soundcloud, Blogs, Internetfreiheit, Youtube, GEMA und Selbstvermarktung sind nur einige der Buzzwords, die die Herausforderungen und Chancen von Musik im Netz beschreiben. Was passiert, wenn die Grenze zwischen Konsumenten und Produzenten verschwimmt? Ist die Selbstvermarktung im Netz ein Fluch oder Segen, welche Rolle spielen Blogger bei der Promotion und Distribution von Musik? Oder generell gefragt: Welche Möglichkeiten es gibt, welche funktionieren und wo die Probleme liegen diskutieren @sodapop72 –> re-publica.de/12/person/andrea-goetzke, @tanith –> tanith.org , @Barbnerdy –> hallama.org , @das_kfmw kraftfuttermischwerk.de und @plemo –> plemo.blogsport.de/
… und hier noch der Link zu der „cultural commons collecting society –> c-3-s.eu <<

Der Klang der Familie

>>Berlin nach der Wende war ein großer Spielplatz voller
Möglichkeiten. Um den ehemaligen Todesstreifen herum
entstanden aus dem Nichts und oft für nur wenige Wochen
Orte, die Geschichte schreiben sollten. Denn mit 180BPM
breitete sich von hier die Jugendkultur aus, die Ost und
West zusammenbringen sollte: Techno.<<

Seit dem 13.März erhältlich, auch als eBook Version.

Link zu Amazon

Digital DJ Hate

WTF?

Es ist schon bemerkenswert wie groß der Hass gegen die neuen Technologien in der DJ Szene ist. War es vor einiger Zeit der ewige Streit zwischen Vinyl und MP3, wird jetzt
schon zwischen Laptop System und Digital CD-Player gehatet. An diesen Diskussionen
kommt wieder sehr schnell zu Tage wie vorurteilsbehaftet ein großer Teil der Szene ist. Meiner Erfahrung nach hat die Überzahl dieser Hater noch nie mit neuen Medien gearbeitet. Warum sich jetzt so viele in diese Diskussion umbedingt einschalten und via Facebook „Teilen Button“ ihre Position der Welt umbedingt mitteilen müssen, bleibt mir ein Rätsel. Pioneer CD Player haben zudem einen Beatcounter, der mittlerweile relativ genau arbeitet. Für mich fast eine Art Sync Funktion. Da ist es noch deutlich schwieriger
2 Vinyls zu syncen. Nur wen interessiert das eigentlich noch? DJing ist kein Beatmatching.
Wer sich über die Sync Funktion in Traktor beschwert, müsste sich auch gleich über das
Auto Syncen von Audio Clips in Ableton Live beschweren. Es ist genau das gleiche Prinzip.
Entweder sind „Ableton Live Acts“ jetzt keine wirklichen Live Acts oder „Traktor Sets“ keine DJ Sets mehr. Die „Wahrheit“ liegt wohl irgendwo in der Mitte und da gibt es keinen Platz mehr für alte Vorurteile.

Jose Gonzales – Heartbeats (Chris Heimlich Edit)

Edits, edits, edits und nochmal edits. Mittlerweile wird fast alles editiert und funktionalisiert für den Dancefloor. Ob das neu bearbeitete immer noch Niveau besitzt
oder einen selbst anspricht, ist immer sehr subjektiv. Der eine hat die Originalversion noch so sehr im Ohr und kann sich so gar nicht mit der Neuinterpretation anfreunden. Ein anderer wiederum efreut sich umso mehr an einem Edit, vielleicht auch weil er mit der originalen musikalischen Stilrichtung nichts am Hut hat.
Wegen mir muss nicht alles editiert und funktionalisiert werden, darauf hat aber auch niemand mehr einen Einfluss, denn die Zeiten haben sich geändert. Wie auch die PressPausePlay Doku zeigt, heute wird ein jeder zum Kreativen und editiert sich seine eigene Version von was auch immer zusammen. Das Web 2.0 bietet anschließend die Plattform auf der jeder sein Talent im Umgang mit den neuen Möglichkeiten aufzeigen kann. Musik, die in der Vergangenheit noch in Schubladen verschwunden ist, kann heute mit geringem Aufwand publiziert werden. Der Musikkonsument profitiert genau dann von dieser Entwicklung, wenn er wieder einen tollen „Schubladen-Remix“ entdeckt hat. Zeitgleich muss er aber auch 90% länger dafür suchen als vor 10 Jahren, denn Plattformen ohne ‚Qualitätskontrolle‘ sind die Regel und der ‚Ausschuss‘ ist riesig.
2011 war auch ein Jahr der Edits. Man erinnere sich an den Edit von James Blakes „Limit to your Love“ oder auch Soul Claps „Bakerman“ Version. Bei Soundcloud jagt mittlerweile ein Edit den nächsten. Man muss ja mittlerweile darum bangen, dass überhaupt noch
‚wirklich neue elektronische Musik‘ beachtet wird inmitten der ganzen Edits und Edits von
Edits. Aber irgendwann wird auch das langweilig. Der X-te Edit nach Schema F und das X-te DJ Edit Set ist sobald auch nichts neues mehr.
Und nun zum eigentlichen Thema… das neue ‚Editjahr‘ 2012 hat begonnen. Chris Hanke und Heimlich Knüller aka Chris Heimlich haben sich die Heartbeats Version von Jose Gonzales vorgenommen und eine Dancefloor taugliche Nummer daraus gemacht. Ich bin ein großer Fan der Gonzales Version und die hat sich eigentlich auch schon sehr bei mir eingebrannt. Trotz dieser Vorbedingungen gefällt mir in diesem Fall auch die Editversion. Vorallem auch wegen einem gelungenen Arrangement.
Manche Neuinterpretationen gefallen mir aber auch überhaupt nicht. Mit dem ReYou Edit von Lana Del Reys „Video Games“ kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Das Gesamtgefühl des Originals geht im Edit aus meiner Sicht verloren. Nicht immer passt eine straighte 4/4 Kickdrum ins Bild…
Man darf auf die Ergebnisse der Remixkultur 2012 gespannt sein. Das ein oder andere ‚Verbrechen‘ wird wieder verübt werden, aber auch einige Perlen werden das Tageslicht
erblicken. Was letztendlich zutrifft, darf in 2012 jeder für sich selbst bestimmen.

PressPausePlay

About

„The digital revolution of the last decade has unleashed creativity and talent in an unprecedented way, with unlimited opportunities. But does democratized culture mean better art or is true talent instead drowned out? This is the question addressed by PressPausePlay, a documentary film containing interviews with some of the world’s most influential creators of the digital era.“

http://www.presspauseplay.com/

ArteTV: Vinylmania

Am Donnerstag lief auf ARTE die Dokumentation „Vinylmania“. Dargestellt wird die Entstehung der Schallplatte, die Erfolgsgeschichte als Tonträger und
das Verhältniss zu den später entwickelten digitalen Formaten (CD,MP3). Die
Perspektive der Dokumentation ist ganzheitlich aus der Sicht von einigen Vinylnerds
konstruiert. Zu sehen gibt es DJ’s, Vinylsammler, Plattencoverdesigner, Besitzer von Plattenläden usw. Das macht diese Doku einerseits interessant, anderseits ist es eine
sehr einseitige, subjektive Sicht auf den heutigen Tonträgermarkt. Trotz kleiner Kritik
ist eine sehenswerter Film entstanden. Also unbedingt angucken…

>>Von Tokio bis New York, London, Paris und Prag begegnet man dem rätselhaften Stamm der Sammler, DJs, Musiker und Künstler. Es gibt wieder Geschäfte, in denen sich Leidenschaft in Fieber verwandelt und eine Fabrik, die wieder Millionen Scheiben presst – die Schallplatte ist zurück und das leise Knistern ist wieder da! Woher kommt dieses Revival der totgesagten schwarzen Scheibe?<<

LINK zur Doku:

http://videos.arte.tv/de/videos/vinylmania-4234866.html