Archiv der Kategorie: MusikTechnik

Native Instruments „STEM“

Erst der Leak zum neuen D2 Controller und jetzt das passende Audioformat: STEM. Ein Track, vier Parts: Percussion, Bass, Synth, Vocals. Neu ist das sicherlich nicht. Bereits mit den Traktor Remix Decks und eigenen Samples war das in NI Traktor 2 möglich. Der entscheidende Unterschied ist, dass Produzenten jetzt explizit für das STEM Format (also in 4 getrennten Audio Spuren) Ihre Tracks produzieren sollen. Eine Software zum Erstellen eines STEM Files hat Native Instruments auch schon bereitgestellt. Das ist natürlich ein neuer Versuch Traktor und dessen Live Remix Möglichkeiten weiter zu pushen, nachdem die angebotenen Remix-Sets wohl als gescheitert betrachtet werden können, wenn man das Angebot bis zuletzt analysiert. Das neue Audioformat ist als „Open Source“ angekündigt, damit möglichst alle (ja auch Serato und co) mit auf das Boot aufspringen.  Macht auch Sinn, denn sonst verläuft sich das alles wieder im Sande. Die Idee, endlich ein Format mit mehr Eingriffsmöglichkeiten für den digitalen DJ zu schaffen, finde ich sehr interessant. Ein paar kritische Fragen zum möglichen Erfolg des Neulings ergeben sich aber gleich von Beginn an. Beatport sitzt wieder mit im Boot und ein Ziel ist, wie schon bei den Remix Sets,  mehr Geld aus den digitalen Musikverkäufen zu erzielen. Wie viel davon beim Produzenten bleibt, wird eine wichtige Frage sein. Ein STEM File wird es kaum für 1,50€ geben. Weiterhin stellt sich die berechtigte Frage, ob Produzenten Ihre Tracks frei zum „Verwursten“ an alle „Traktoristen“ rausgeben wollen. „Verwursten“ habe ich nicht ohne Grund geschrieben, denn dabei wird es meistens bleiben. So schön wie in manchem Promo Clip wird es sich dann doch nur bei einer kleinen Minderheit der Performances anhören. Da hat sich der Produzent beim Abmischen noch so ins Zeug gelegt und dann das… Zum Schluss kommt noch die Copyright Frage. Zwar klaut schon heute jeder bei jedem, aber Einzelspuren rauszugeben ist doch immer noch ein Tabuthema. Das bedeutet an der Stelle, dass die digitalen Deejays das neue Format vielleicht gern hätten, es von der Produzentenseite aber nicht bekommen. Ich bin gespannt, ob der zweite Anlauf von NI Erfolg haben wird.

Kraftwerks Live Gear

Welche Instrumente nutzt Kraftwerk bei Live Auftritten? Eine Frage die sich auch mir schon aufgedrängt hat. Bisher gab es meines Wissens nach keine Informationen dazu. Die Gruppe hält viele solcher Informationen schon immer bewusst zurück. Jetzt hat jemand (ich vermute, ohne Erlaubnis und gegen den Willen von Kraftwerk) bei einem Konzert aus einer Position gefilmt, in der Vieles zu erkennen ist. Eine Erkenntnis ist sicherlich, dass mehrheitlich modernes Gerät zum Einsatz kommt. Die alten Analogen sucht man vergebens, was aber auch keine echte Überraschung ist, denn wirklich Platz haben Sie in den vier kleinen Pulten nicht dafür.

NAMM 2015

Es ist wieder mal NAMM und die ersten Neuvorstellungen sind raus. Was mir davon so zusagt, werde ich wieder in einem Blog Post zusammenfassen.

Seqential Prophet 6

Ein neuer alter Synth aus dem Hause DSI. Vorbild war der Prophet 5, dennoch wurden auch jede Menge neue Funktionen integriert. Der Preis ist ordentlich 2799$…

Wer den Grund für die allgemeine Aufregung nicht nachvollziehen kann, sollte mal hier reinhören:


Korg Arp Odyssey

Noch ein analoger Klassiker ist zurück, welcher sich soundtechnisch deutlich vom Monosynth Einheitsbrei abhebt.

Arturia Beatstep Pro

Letztes Jahr wurde erst der normale Beatstep angekündigt und jetzt kommt schon eine deutlich erweiterte Pro Version. Die erste Version wurde m.M.n. gut vom Markt angenommen und da zur Zeit auch immer mehr analoge Geräte produziert und verkauft werden, kann das nur gut sein. Die Volca User jubeln bereits. Preis: 299$.

Rane Rotary Mixer MP 2015

Dieser Rotary Mixer ist der Wahnsinn. Master Isolator, Gain, 4xFilter, 4xKanäle, klassisches Design… an alles wurde gedacht!
Preis liegt wohl bei 2199$, für einen Rotary Mixer schon normal muss man sagen. Im Vergleich zur Konkurrenz aber deutlich geeigneter für den Einsatz im Club.

edit: Die ersten Preisspekulationen sind überholt. Der Preis ist heiß: 3499$ laut DJ Tech Tools. Nichts für den Hobby House DJ 😉

Pioneer reißt immer mehr den DJ Gear Markt an sich. In den meisten Clubumgebungen gibts es  schon nichts anderes mehr als Pioneer. Selbst die Plattenspieler werden wohl zukünftig von Pioneer gestellt… (PLX 1000)

Jetzt gibt es den ersten Standalone! DJ Player von Pioneer. Alles läuft über Rekordbox 3.0. Und jetzt kommt der Clou: Den Controller/Player muss man nicht mal mehr mit in den Club nehmen, weil dort stehen mittlerweile fast immer zwei  Pioneer CDJs oder XDJs.  Ich denke bei Native Instruments rauchen mittlerweile die Köpfe. Der Versuch mit den eigenen Geräten in den Pro/Clubbereich Fuß zu fassen, scheint vorerst gescheitert. Langfristig möchte der Consumer immer das zu Hause haben, was auch im Club steht.

Pioneer XDJ-1000

Pioneer hat heute den ersten DJ-Player ohne CD Laufwerk angekündigt. Passenderweise wurde das C aus „CDJ“ durch ein X ersetzt. Ich hätte mir einen solchen Player schon vor 2 Jahren gewünscht, denn die USB Funktion bei DJ CD Spielern gibt es schon viel länger. Für mich war damals mit dem CDJ 400 eigentlich schon klar,  dass man ein CD Laufwerk nicht mehr unbedingt benötigt. Der „Preis ist heiß“,  denn mit 999$ liegt man deutlich unter den anderen Topmodellen bei Pioneer. Der Straßenpreis wird dann noch mal etwas niedriger anzusetzen sein.

Native Instruments Kontrol S8

Seit gestern Abend gibt es nun die ersten ausführlichen Informationen zum neuen Controller Flagschiff S8. Für mich ist eigentlich nur eine Neuigkeit entscheidend: die Größe! Wie man im Video von DJTEchTools sehen kann, ist der neue S8 Controller mindestens 1/3 größer als der NI S4. Das bisschen größer und sicherlich auch schwerer ergibt für mich keinen Sinn mehr für die DJ Praxis. Schon mit dem S4 hat man meistens ordentlich dabei kämpfen,  diesen inkl. Laptop vernünftig im DJ Booth unterzubringen. Für potentielle Kunden, welche nur in den größten Clubs oder sogar nur zu Hause spielen, ist das bestimmt kein Problem, aber für einen großen Teil der potentiellen Käufer ist das mit Sicherheit ein No Go!
Abgesehen von diesem Auschlusskriterium ist NI die konsequente Weiterentwicklung des DJ Controllers gelungen. Sehr viele neue Features und eine verbesserte Haptik / Steuerung. Leider hat es NI nicht geschafft ein Gerät zu präsentieren, was den Laptop überflüssig macht. Für einen wirklichen Umbruch, heißt es also bis zur nächsten Generation zu warten. Ich persönlich hoffe noch auf eine kleinere Version des neuen Controllers, in der Größe des S2, welchen man auch mal ohne Probleme in einem kleineren Club mitnehmen kann.

MIDI Fighter Twister

Das Teil ist ja mal sehr interessant. Ich habe selbst schon mal versucht eine Art Drum Mashine mit dem Kontrol F1 für Traktor zu basteln, war aber mit dem Ergebnis nicht
zufrieden. MIDI Tech Tools wird wahrscheinlich im Januar den MIDI Figter Twister
releasen, welcher das offensichtlich besser macht. Wer einen haben möchte, sollte sich
auf der MIDI Tech Tools Seite einen vormerken lassen. Ich habe das bereits getan.

FYRD MTRX-8

Die analoge Ecke ist ja schon lange wieder auf dem Vormarsch mit tollen neuen Synths oder renovierten Neuauflagen von alten Klassikern (zB Korg MS-20). Was dabei teilweise noch fehlt, sind neue Ansätze des Spielens analoger Geräte. Der MTRX-8
vom Kleinhersteller FYRD kann hier etwas Abhilfe schaffen. Neben dem einfachen
Sequencen hat der kleine Kasten noch einige Sachen mehr drauf. Dank USB und offener
Kodierung lassen sich auch prima eigene Anpassungen machen. Eine Integration in
die eigene Ableton Umgebung steht also nichts im Wege. Auch die weiteren Features lassen die Herzen moderner Musikproduzenten höher schlagen, aber seht selbst…